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Airbus sieht in den nächsten 20 Jahren einen Bedarf an über 900 neuen Flugzeugen in Deutschland

Toulouse, 17 Juni 2008

Airbus geht in seiner jüngsten globalen Marktprognose (Global Market Forecast, GMF) davon aus, dass die Fluggesellschaften in Deutschland in den nächsten 20 Jahren über 900 neue Flugzeuge (Passagierflugzeuge mit mehr als 100 Sitzen und Frachtflugzeuge) benötigen werden. Von diesen zusätzlichen Flugzeugen entfallen 600 auf Single-Aisle-Jets für Kurzstrecken, mehr als 200 auf Großraumflugzeuge für Mittel- und Langstrecken (Twin-Aisle-Jets) und knapp 100 auf Supergroßraumflugzeuge und Frachter. Der Wert dieser neuen Flugzeuge beträgt nach aktuellen Listenpreisen 109 Mrd. US-Dollar. Die Haupttreiber für diese Investitionen sind die wachsende Nachfrage nach Flugdienstleistungen sowie das Bestreben, die modernsten und ökologisch effizientesten Flugzeuge zu betreiben. Von der heutigen deutschen Flugzeugflotte werden im Jahr 2026 vermutlich nur noch 40 Flugzeuge im Einsatz sein. Als Folge wird sich die Flugzeugflotte in Deutschland in den nächsten 20 Jahren voraussichtlich mehr als verdoppeln und ausgehend von über 500 im Dienst befindlichen Flugzeugen im Jahr 2006 auf mehr als 1 100 Einheiten bis zum Jahr 2026 anwachsen. Damit wird Deutschland bei der Auslieferung neuer Passagier- und Frachtflugzeuge weltweit an fünfter Stelle stehen.

Das Flugaufkommen in Deutschland ist im Zeitraum von 2000 bis 2007 um 37 Prozent gestiegen und befindet sich damit im Einklang mit den durchschnittlichen Wachstumsraten in Westeuropa und der Welt. Die Hauptwachstumstreiber waren internationale Strecken von Deutschland in den Nahen Osten (+ 138 %), nach Mitteleuropa (+ 129 %), in die GUS-Staaten (+ 65 %) und nach Asien (+ 51 %). In den nächsten 20 Jahren werden in Westeuropa durchschnittliche Wachstumsraten von jährlich 4,9 Prozent erwartet, die sich ebenfalls mit dem weltweiten Trend decken. Die größten Wachstumsimpulse werden dabei von den Verbindungen in den Nahen Osten (+ 7,6 %), in die GUS-Staaten (+ 7,2 %), nach Lateinamerika (+ 6,2 %) und in den asiatisch-pazifischen Raum (+ 5,9 %) ausgehen. Die starke und wachsende Nachfrage nach Flugreisen in Deutschland ist auf die gute wirtschaftliche Entwicklung, den zunehmenden Tourismus und den Markteintritt der Low-Cost-Carrier zurückzuführen, deren Marktanteil bezogen auf das Kapazitätsangebot von rund zwei Prozent vor zehn Jahren auf heute 38 Prozent gestiegen ist.

Acht Airlines (Air Berlin incl. LTU, Blue Wings, Condor, Germanwings, Hamburg International, Lufthansa und XL Airways Germany) sowie die Deutsche Luftwaffe vertrauen derzeit auf die herausragende Qualität der fortschrittlichen Airbus-Produktpalette und betreiben 286 moderne, sparsame und umweltfreundliche Airbus-Flugzeuge (190 Flugzeuge der A320-Familie, 21 A300/A310 und 75 A330/A340). Der Anteil an Airbus Flugzeugen in der deutschen Luftverkehrsflotte über 100 Sitzen liegt gegenwärtig bei 49 Prozent. 170 Airbus-Flugzeuge (darunter 138 Flugzeuge der A320-Familie, 17 A330/A340 und 15 A380) stehen noch zur Auslieferung an. Lufthansa ist nicht nur der größte Airbus-Kunde in Deutschland, sondern auch der weltweit größte Airline-Kunde von Airbus.

„Mit seinem beeindruckenden Wirtschaftswachstum und einer konstant hohen Nachfrage aus dem In- und Ausland bleibt Deutschland ein Schlüsselmarkt für Airbus“, sagte Laurent Rouaud, Airbus Vice President Market Forecasts and Research. „Der Ausbau des Kurz- und Langstreckennetzes wird mit Sicherheit fortgeführt, und die A380, die komplett neue A350 XWB, die erfolgreiche A330/A340-Familie sowie die A320-Bestsellerfamilie sind perfekt auf die Anforderungen des Marktes zugeschnitten. Darüber hinaus setzt unsere moderne Produktpalette Maßstäbe in punkto Ökoeffizienz. Sie liefert eine höhere Wertschöpfung für unsere Kunden bei gleichzeitig geringeren Umweltauswirkungen und niedrigeren Betriebskosten.“

Um die Umweltfolgen des prognostizierten Luftverkehrswachstums so gering wie möglich zu halten, investiert Airbus in großem Umfang in Forschung, Technologie und Innovation. Übergeordnetes Unternehmensziel ist es, die ökologisch effizientesten Flugzeuge zu bauen. Die Ergebnisse sind bereits sichtbar: Die A380 verbraucht pro Passagier und 100 Kilometer weniger als drei Liter Treibstoff. Gleiches wird für die neue A350 XWB gelten. Darüber hinaus unterstützt Airbus die ACARE-Vorgaben (Advisory Council for Aeronautics Research), die bis zum Jahr 2020 eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 50 Prozent, der NOx-Emissionen um 80 Prozent und des wahrgenommenen, externen Fluglärms um 50 Prozent vorsehen.

Airbus ist sich seiner Verantwortung als Branchenführer bewusst und setzt sich dafür ein, die Ökoeffizienz des Luftverkehrssektors weiter voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund hat Airbus mit einer A380 den weltweit ersten Flug eines Verkehrsflugzeugs mit alternativem Kraftstoff durchgeführt. „Dieser Flug mit einem GTL- (Gas-to-Liquid) Kraftstoff und der erfolgreiche Test einer emissionsfreien Brennstoffzelle an Bord einer A320 sind konkrete Belege unserer Selbstverpflichtung, die Ökoeffizienz im Luftfahrtsektor weiter zu verbessern und mehr Wertschöpfung mit geringeren Umweltfolgen zu erzielen“, sagte Philippe Fonta, Head of Sustainable Development and Eco-Efficiency bei Airbus.

Airbus hat als erstes Unternehmen der Luftfahrtbranche weltweit das begehrte Umweltzertifikat nach ISO 14001 für alle seine Fertigungsstandorte und Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg erhalten.

Airbus ist ein EADS-Unternehmen.

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