Stand: 21  September  2009 Weiterempfehlen DruckenDrucken

Kommunikationssatelliten

Kommunikationssatelliten – auch als Nachrichten- oder Fernmeldesatelliten bezeichnet – sind heute ein wichtiges Instrument der schnellen und weltweiten Datenübertragung und des Informationsaustausches. Nachrichtenübertragungen, Telefonverbindungen, Radio- und Fernsehübertragungen via Satellit sind heute nicht mehr wegdenkbar. Mittlerweise ist jeder Ort der Erde mittels der Kommunikationssatelliten erreichbar.
Während die ersten Nachrichtensatelliten passiv arbeiteten, das heißt, große metallisierte Ballons reflektierten Richtfunkwellen und gelangten so zum Empfänger. Heute arbeiten alle Kommunikationssatelliten aktiv. Dabei empfängt der Satellit die Signale und sendet diese über Richtantennen zur „Ausleuchtzone“ zurück. Moderne Nachrichtensatelliten haben leistungsstarke Sender an Bord, die einen Direktempfang ermöglichen.

Die Satelliten sind im geostationären Orbit oder in stark elliptischen Bahnen positioniert. So ist es möglich, mit drei geostationären Satelliten, die jeweils um 120 Grad auf der Synchronbahn positioniert sind, jeden Ort der Erde außer den Polen zu erreichen.

Der erste Nachrichtensatellit war der in den USA 1960 gestartete passive Echo 1. Die ersten europäischen Kommunikationssatelliten waren Symphonie 1 und 2, die in Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich 1974 und 1975 entstanden.
Die EADS war und ist mit ihren Vorgängergesellschaften wesentlich am Bau von nationalen und internationalen Kommunikationssatelliten und -systemen beteiligt. Für die amerikanischen Intelsat-Satelliten ist die EADS seit 1969 gefragter Partner für die Ausrüstung dieser „Relaisstationen“ im Orbit. Mittlerweile rüstet EADS die sechste Generation dieser Satellitenflotte aus.

Der „Stammvater“ der europäischen Kommunikationssatelliten erblickte 1977 das Licht der Welt: OTS – Orbital Test Satellite. Das war der Grundstein für die ECS-Satelliten (European Communications Satellite). Diese Satelliten tragen heute den Namen Eutelsat. Dafür hat Astrium die Subsysteme für die Plattform gebaut. Bei den Satelliten Nahuel, GE-5 und Sinosat übernahm Astrium zusätzlich die funktionstüchtige Ablieferung im All.

Einen Qualitätssprung gab es mit dem deutsch-französischen Satellitenprojekt TV-Sat/TDF1. Die Satelliten waren mit einer so genannten Wanderfeldröhre ausgestattet, die die Sendeleistung gegenüber den Nachrichtensatelliten um das zehnfache übertraf, und somit konnte jeder Haushalt mit einer Parabolantenne den Satelliten direkt „anzapfen“. Mit den Kopernikus-Satelliten konnten mit neuen Frequenzbereichen im digitalen Fernmeldedienst Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht werden, die erdgebundene Netze nicht bereitstellen konnten. Damit konnten auch flächendeckend Fernsehprogramme in de örtlichen Kabelnetze eingespeist werden.

Die EADS ist mit ihrer Raumfahrtsparte Astrium heute maßgeblich an der Ausstattung von Kommunikationssatelliten beteiligt, dazu zählen die Intelsat-Serie, die Satelliten der Astra-Reihe als auch die Eutelsat-Kommunikationssatelliten.

Börsenkurse

DD.MM.YY --:----
Volumen--  Aktien
EADS JOB-NAVIGATOR
Neunmonatsergebnisse 2009
PMRExpo 2009